Sonntag, 3. April 2011

Von Vonderort nach Kirchhellen: Auf dem Wanderweg X11 durch Bottrop

Nach längerer Pause will ich mich hier mal, passend zum Wanderauftakt, mit einer heimatnahen Route beschäftigen. Dem eingesessenen Bottroper dürfte die Route nicht neu sein, landläufig ist sie hier auch als "Vaddatachstour" in diversen Variationen bekannt. Die Route bietet sich aber gerade dem Wanderneuling als Einstieg an. Sie ist sehr gut markiert, es liegt eine gute KVR-Karte "Tourtipp Kirchhellener Heide vor und faktisch muss man nur dem Wanderweg X11 folgen. Die Einsteigepunkte sind fast beliebig, der Wanderweg führt so u.a. an den Stadtgärten, Bischofssondern und Grafenmühle vorbei. Der Hauptwanderweg X11 "Emscherpark" ist durchwegs kinderwagentauglich ausgebaut und die faktisch nicht vorhandene Steigung stellt auch den ungeübten Wanderer vor keine konditionellen Schwierigkeiten. Mein Toruvorschlag steht dabei unter dem Motto "Einmal von Süd nach Nord durch Bottrop" und startet deshalb bereits in Vonderort. Er folgt bis zum Heidesee dem Wanderweg X11 um erst im letzten Fünftel über den Wanderweg X19 in die Kirchhellener Innenstadt zurückzuführen. Insgesamt kommen so 20 Kilometer mit nur rund 190 zu "überwindenden" Höhenmetern zusammen. Also quasi die perfekte Saison-Auftakttour.


Überblickkarte

X11 Bottrop-Vonderort nach Kirchhellen auf einer größeren Karte anzeigen


Höhenprofil

Erstellt mit Google Earth
KML-Datei










Brütende Fischreiher am Stadtteich.



Buschwindröschenblüte im Kölnischen Wald.



Der Klompenweg



Rustikale Kinderbespaßung an der Grafenmühle.



Nördlich der Grafenmühle. Einzelwanderer erkennt man sehr gut an den schlecht gestellten Selbstauslöserfotos ;-)



Bergsenkung an der Schöttelhalde



Die große Bergsenkung am Schwarzbach. Was hier etwas trostlos aussieht ist jetzt ein neues und reichhaltiges Auen-Ökosystem mit Enten, Fischreihern und lautstarken Amphibien



Wie gesagt, Selbstauslöser.



Zwischen den Feldern auf dem Weg nach Kirchhellen.

Samstag, 5. Juni 2010

Geocaching GC1C7FH: Lost Place in Werl

Nach der ganzen Wanderei hier im Blog mal wieder was zum Thema Geocaching. Fronleichnam wurde von Tobibus und meiner Wenigkeit konstruktiv mit dem Lost Place Geocache in Werl genutzt. Genau gesagt handelt es sich um das ehemalige Fort Victoria der britischen Rheinarmee. Als die Tommy's 1994 abzogen haben sie praktisch nur die Möbel aufgeladen und das Tor hinter sich abgeschlossen, ansonsten aber genau nichts zurückgebaut. Das ganze geht soweit, dass in den vermodernden Vorratsschränken in den Baracken noch Ersatztoilettenpapier, Wischmop und Putzmittel stehen. "Zaunkarte" vorausgesetzt (wobei die rückwärtigen Tore sperrangelweit offen stehen) erschließt sich hier eine vollständige kleine Stadt inklusiv Kino, Kirche, Wohnbaracken, Garagen und Kraftwerk. Die Gebäude werden seit 16 Jahren nach und nach von der Natur zurückerobert, die Vandalismusschäden halten sich aber in Grenzen. Offensichtlich sind noch nicht einmal die sonst allgegenwärtigen Kupferdiebe auf das Gelände aufmerksam geworden.

Der Geocache an sich ist interessant gestaltet, wenn auch teilweise vom Schwierigkeitsgrad her nicht ohne. Abseilausrüstung und Helm ist nicht zwangsweise notwendig, meiner Meinung nach aber zur Selbstsicherung nicht verkehrt. So forderte eine der Stationen den Aufstieg auf den Kraftwerksschornsteinturm oder unter eine Hallendecke.

Insgesamt ein toller Lost Place, wem der Weg nach Prypjat zu weit ist, wer klettersicher, ausdauernd und ohne Kinder (!) unterwegs ist sei dieser Cache auf jeden Fall ans Herz gelegt

GC1C7FH auf Geocaching.com













Geocaching 03.06.2010

Donnerstag, 29. April 2010

Wandern zur Isenburg

Die Elfringhauser Schweiz zwischen Velbert, Wuppertal und Hattingen ist erstaunlich vielfältig. Nach unserer letztwöchigen Wanderung im Wodantal ging es nun "linksherum" zur Isenburg. Diese liegt auf einem Höhenkamm nördlich von Velbert-Nierenhof, Ausgangspunkt ist, wie letzte Woche, der dortige S-Bahnhof. Bot das Wodantal noch eher eher lauschige An- und Abstiege, geht es hier auf jeweils rund 400 Höhenmetern immer kurz und knackig bergauf und berab, wie das Höhenprofil bereits erahnen lässt.





(Track erstellt mit Google Earth und Trekka. Copyright Karten Google)

Insbesondere der letzte Abstieg auf dem Wanderweg Raute 7 ist nicht ohne und bei Regen vermutlich recht rutschig. Die rund 10 Kilometer lange Tour belohnt aber neben dem historischen Highlight der Burgruine und tiefen Steinbrüchen entlang der Wege mit einem tollen Ausblick auf die Ruhr-Schleife bei Winz.







Diesmal haben wir den (nicht GPS-Genauen) Track auch noch bei Outdooractive hinterlegt, hier vorab schon einmal unsere selbstgeschriebene Wegbeschreibung. Wie immer ist die TourTipp Wanderkarte der Gegend eine wertvolle Hilfe:

"Ausgehend vom S-Bahnhof Velbert-Nierenhof, die Bonsfelderstr. rechts hinuntergehen bis zur Hattingerstr., dort links einbiegen. Auf linker Hand geht es kurz nach der Balkauserst. hoch (X28). Es folgt ein steiler Anstieg auf den Isenberg. Oben angekommen folgte man dem Wanderzeichen X28, dem Hügelkamm entlang. Links und rechts kann man alte Schieferbrüche sehen, die einen eindrucksvollen Anblick bieten. An einer Gabelung folgt man weiter den Zeichen XR und X28, diese führen dann unmittelbar zur Ruine Isenburg. Mit XR kann man das Gelände der ehemaligen Burg erkunden, um dann wieder über eine Serpentine den Hügel hinabzusteigen. Unten angekommen steht man an der Tippelstraße vor sich sieht man die viel befahrene Isenbergstr., die man überquert, um dann den „Leinpfad“ (EN 2, EN 5, RR, Kaiserroute) am Ufer der Ruhr entlang zu gehen. Bei gutem Wetter sind hier zahlreiche Fahrradfahrer unterwegs. Nach einer Weile folgt man dem Pfad links über die Wiese (ausgeschildert: Gasthaus „Zum Deutschen“), um wieder die Isenbergstr. zu überqueren. Das Gasthaus mit Biergarten bietet eine gute Einkehrmöglichkeit. Linker Hand folgt nach dem Gasthaus die Wasserstr. (XR), der man erst mal folgt. Es geht sehr steif bergauf, man bleibt auf dem Wanderweg („Am Bahrenberg“) bis man auf eine Kreuzung trifft. Dort geht man rechts auf den Weg, der mit Raute 3 gekennzeichnet ist, auch bei der nächsten Gabelung bleibt man bei Raute 3 bzw. H bis man auf die Straße „Grenzberg“ trifft. Dort hält man sich rechts und folgt Raute 7 bis zur Tippelstr., die man überquert. Da in der Ortschaft erst kürzlich neue Häuser gebaut wurden, sind die Wanderzeichen hier nicht mehr aktuelle. Man trifft aber, ohne sich zu Verirren auf die Straße „Vogelsberg“, dann mit Raute 4 bzw. 7 bis zur „Winzermark“, dort links runter, dann rechts in „Langes Feld“, dieser Straße folgt man bis „Kressenberg“, dort mit Raute 7 rechts hinein. Wieder lauft man über den Hügelkamm mit Raute 7, an der Gabelung geht es rechts einen steileren Pfad hinab. Teilweise muss man hier vorsichtig sein, bei Regen rutschig. Man kommt an einem kleinen Feld raus und geht bis zum Ende der Straße (Evangelische Kirche), dann rechts auf die „Kohlenstr.“ und dieser nach links folgen. Von hier aus kann man schon Bekanntes aus Bahnhofsnähe sehen. Man trifft auf die Bonsfelderstr. und erreicht so wieder den Ausgangspunkt."

Wanderung bei Outdooractive

Wandern Elfringhauser Schweiz 25.04.2010

Montag, 19. April 2010

Panorama Wodantal

Hier ein kleiner Nachschlag zu meinem letzten Blogpost: Eine 25 Megapixel Panoramaaufnahme des Wodantals, mit dem Microsoft Image Composite Editor aus 6 Einzelaufnahmen meiner Canon Ixus 80 IS zusammengesetzt. Der schwarze Strich im rechten Bilddrittel ist kein Artefakt, sondern die Sendeanlage Langenberg

Samstag, 17. April 2010

Wanderung durchs Wodantal

Diese Wanderung führt uns in das schöne Wodantal. Das Tal liegt in der so genannten Elfringhauser Schweiz im Bergischen Land, wie schon unsere Wanderung rund um Velbert Nerviges ist auch hier die Anreise mit der S-Bahn 9 ab Essen Hauptbahnhof problemlos möglich. Die Elfringhauser Schweiz zwischen Hattingen, Velbert und Wuppertal gilt als das schönste Wandergebiet im Umkreis des Ruhrgebiets und beim strahlenden samstäglichen Sonnenschein zeigte sich das Hügelland von seinen schönsten Seiten.

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(Tracks erstellt mit Google Earth & Trekka. Karten-Copyright Google)

Google-Earth KMZ
(Nicht GPS-Genau!)

Unsere Tour von rund 11 Kilometern Länge bei rund 800 zu bezwingenden Höhenmetern erfordert etwas Kondition, dafür gibt es im Gegensatz zur Velberter Tour keine rutschigen Waldhänge zu bezwingen. Insbesondere erleichtert die gute RVR-TourTipp Karte der Gegend Planung und Wanderung enorm, zusammen mit einem Kompass kann man sich nur schwer verlaufen. Aufgrund von im Wald verbliebenden Sturmbruch und Wildschutzmaßnahmen sollte man allerdings tunlichst auf den Waldwegen bleiben.

Belohnt wird man mit einer herrlichen Naturkulisse, von der unsere Fotos einen kurzen Vorgeschmack liefern sollen

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Ganzes Flickr-Album


Und hier die Weganweisung für die Wanderung, da sie sich in dieser Form nicht im Rother-Wanderführer Ruhrgebiet findet:

Ankunft am Bahnhof, Bonsfelderstraße bis zur Hattingerstraße gehen, in letztere links einbiegen. Die erste Straße rechts (Alter Postweg) von dort mit Raute 8 rechts die Treppen hoch, oben angekommen geradeaus weiter, den Weg entlang (X28). Wenn man X28 weiter folgt kommt man an einer Weide vorbei (schöne Aussicht, Sitzgelegenheit). Links in den Weg H (verläuft serpentinartig zu dem vorherigen Weg), bis H auf Raute 8 trifft. Raute 8 bzw. Raute 4 bis zur ersten Schutzhütte folgen. Man bleibt weiter auf dem Weg, der mit Raute 8, XR oder A2 ausgezeichnet ist, an der zweiten Schutzhütte geht es dann mit A1 in südlicher Richtung, der Weg trifft nach etwa 800 Meter auf die Schulenbergstraße (X17), diese geht man hinuter bis zur Straße Wodantal. Hier gibt es eine Einkehrmöglichkeit (kleiner Biergarten). Nachdem man die Straße überquert hat, geht es mit X17 in die Straße Raffenberg. Der Weg führt über eine Serpetine zu einem schönen Aussichtspunkt mit Sitzgelegenheit. Man passiert auf der rechten Seite ein Haus (Hotel Raffenberg, Hausnummer 42) und biegt direkt rechts in den Weg "Am Schnüber" (Wanderzeichen A3 bzw. A7). An der Gabelung folgt man rechts dem Zeichen L (Im Eggendahl). An einem Aussichtspunkt hält man sich weiter an das L bzw. A2, Weg führt hier über ein Feld. Diesen Zeichen folgt man nach Westen bis man auf die ersten Wohnhäuser des Gutswegs trifft. Vorsicht: Weg kann stellenweise bei Regen schlammig werden. Vom Gutsweg trifft man wieder auf die Bonfelderstraße, die man rechts bis zum Bahnhof läuft.

Sonntag, 11. April 2010

Wandern in Velbert Neviges

Bewaffnet mit dem sehr empfehlenswerten Rotherführer Ruhrgebiet frönen wir unserem neuen Hobby Wandern. Die eine oder andere Tour werde ich hier in loser Folge Online vorstellen, um den ein oder anderen Leser Lust auf mehr zu machen. Ich habe bisher drei Touren absolviert und war erstaunt, was für wirkliche tolle Ecken es im Ruhrgebiet gibt.

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Eine davon ist auf jeden Fall Neviges bei Velbert im Kreis Mettmann. Velbert ist mit der S9 ab Bottrop bzw. Essen zügig zu erreichen. Meine Tour (die von der Tour Nr. 25 im Wanderführer abweicht.) ist 9,2km lang und es sind hügelige 266 Höhenmeter bergan und 269m bergab zu überwinden.

Copyright Google
(Copyright: Google)

Copyright Google
(Erstellt mit Trekka)


Im Prinzip reicht die Beschreibung im Wanderführer, da die Wanderwege sehr gut markiert sind. Nur die Abzweigung, wo der Tourvorschlag von der Markierung (bei der Straße "Im Hau") abweicht, habe ich den richtigen Weg natürlich verpasst. Deshalb habe ich jetzt erst einmal einen Kompass bestellt, um zumindest die Karte im Wanderführer (1:75.000) richtig herum halten zu können. Ansonsten habe ich mir die TourTipp Wanderkarten vom RVR zugelegt (5€ pro Stück, Maßstab 1:15.000 bzw 1:20.000), dummerweise liegt Velbert natürlich in der Lücke zwischen den Karten "Elfringhauser Schweiz" und "Baldeneysee". Mein Tipp mit der Google Earth Karte funktionierte in Velbert nicht so gut, da die Luftbilder zum einen im Sommer aufgenommen wurden und zum anderen die Wanderwege hier teilweise wirklich nur Trampelpfade im Wald sind.

Von der Schwierigkeit her würde ich die Tour als Mittel einstufen, es geht teilweise im Wald schon recht steil auf schmalen Pfaden bergab, der Führer bittet besonders bei Regen um erhöhte Vorsicht. Belohnt wird man mit tollem Blick über das Hügelland rund um Velbert und Wuppertal und recht einsamer Natur.

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Ganzes Album bei Flickr.